Vorstellung Wallet Typen

Heute möchte ich euch eine grundlegende Vorstellung Wallet Typen geben. Es gibt ja mehrere Arten von Wallets, für die ihr euch entscheiden könnt. Hier möchte ich euch die Vor- und Nachteile der einzelnen Typen zusammenstellen.

Online-Wallet

Zum einen gibt es Online-Wallets / Plattformen, wie zum Beispiel Coinbase oder die von mir vorgestellte Crypto App. Diese sind komfortabel in der Nutzung. Du kannst dort recht einfach Coins kaufen, verkaufen oder tauschen. Ebenso ist teilweise ein gewinnbringendes Anlegen möglich. Ebenso das Empfangen und Versenden ist problemlos möglich.

Jedoch haben Online-Wallet einen signifikanten Nachteil. Fällt die Plattform aus oder ist überlastet, hast du Probleme an deine Coins zu kommen. Im Falle eines seriösen Anbieters wie Coinbase oder Crypto.com mag es sicherlich nur ein kurzfristiger Systemausfall sein. Aber stell dir vor, du hast dir ein unbekanntes Online-Wallet eingerichtet und plötzlich ist die Seite offline und in den News ist zu lesen: “Das Online-Wallet XYZ war ein Scam – Betrug”. Dann sind leider deine angesparten Coins verloren. Das hauptsächliche Problem hier ist, dass du die sogenannten privaten Schlüssel nicht besitzt und du somit keine Chance hast, dein Wallet wiederherzustellen. Es gilt hier streng genommen das Motto “Not your keys, not your coins!”.

Vorteile

  • einfache, schnelle Nutzung
  • Kaufen und Verkaufen sind meinst direkt möglich

Nachteile

  • Abhängigkeit von einem externen Anbieter
  • “Not your keys, not your coins”
  • geringste Sicherheit im Vergleich
  • keine Nutzung von DeFi-Plattformen möglich

Software-Wallet

Weiter geht es bei der Vorstellung Wallet Typen mit Software-Wallets. Ein Software-Wallet hingehen ist eine Software, die du dir auf deinen Rechner installierst. Hier fallen mir als Beispiele ein: Atomic Wallet, Exodus Wallet oder Metamask. Diese Software-Wallets haben den Vorteil, dass bei der Einrichtung auch ein privater Schlüssel erzeugt wird, den du dir merken musst. Sollte dein Computer ausfallen, so kannst du jederzeit auf jedem anderen Gerät mit deinem privaten Schlüssel das Wallet wieder herstellen. Du bist also nicht abhängig von einem externen Anbieter.

Software-Wallet Metamask im Browser
Software-Wallet Metamask im Browser

Jedoch ist es minimal als Nachteil zu betrachten, dass du bei einem Software-Wallet in der Regel nicht direkt Coins kaufen bzw. verkaufen kannst. Du musst diese Transaktionen extern abwickeln und deine Coins dann zu deinem Software-Wallet hin oder zurück transferieren. Dies ist natürlich mit etwas Netzwerk-Gebühren verbunden.

Erwähnenswert ist auch das Problem, verlierst du deinen privaten Schlüssel, kann dir niemand helfen, dein Wallet wieder herzustellen. Grundsätzlich kann man aber sagen, ist so ein privates Software-Wallet sicherer als ein Online-Wallet. Wenn du ein Software-Wallet suchst, schau dir gerne mein Tutorial zum Software-Wallet Metamask an.

Vorteile

  • Höhere Sicherheit als bei Online-Wallets
  • Nutzung von DeFi-Plattformen (wie UniSwap möglich)

Nachteile

  • verliert man seinen privaten Schlüssel, sind die Cryptos für immer verloren
  • Kaufen und Verkaufen muss auf einer anderen Plattform stattfinden, daher hat man zusätzliche Transaktionen, welche Netzwerk-Gebühren verursachen

Hardware-Wallet

Im dritten Teil der Vorstellung Wallet Typen kommen wir nun zu den Hardware-Wallets. Ein Hardware-Wallet ist nun nochmal eine Steigerung zum Software-Wallet. Hier hast du eine Art Stick, die du mit deinem Rechner verbindest. Bei der Einrichtung erstellst du auch einen privaten Schlüssel, den du dir abspeichern musst.

Hardware-Wallet Ledger Nano X
Hardware-Wallet Ledger Nano X

Sollte dein Stick kaputt oder verloren gehen, musst du aber keine Sorge haben, dass jemand auf deine Coins Zugriff hat. Du kannst dir einen neuen Stick besorgen und mit deinem privaten Schlüssel wieder herstellen. Wenn du den Stick einsteckst, musst du außerdem deine PIN eingeben. Wird diese dreimal falsch eingegeben, so wird der Stick gesperrt und kann nur noch mit dem privaten Schlüssel entsperrt werden.

Außerdem muss jede Transaktion, zum Beispiel Coins verschicken, auf dem Stick mit Tastendruck bestätigt werden. Das mag einerseits umständlich klingen, aber es ist halt ein extrem guter Schutz deines Investments. Ein Software-Wallet könnte theoretisch durch einen Virus auf deinem Rechner gehackt werden. Bei einem Hardware-Wallet ist dies nicht möglich, da für einen Coin-Transfer immer eine “physische” Bestätigung notwendig ist. Du siehst an der Stelle schon, die Sicherheit deiner Coins ist beim Hardware-Wallet am höchsten. Jedoch sind sie im Vergleich zu Online-Wallet und Software-Wallet in der Handhabung doch etwas umständlicher. Aber gerade wenn man größere Summen investiert hat, finde ich, ist es diese Sicherheit schon wert.

Vorteile

  • höchste Sicherheit
  • Nutzung von DeFi-Plattformen möglich

Nachteile

  • verliert man seinen privaten Schlüssel, sind die Cryptos für immer verloren
  • etwas umständlich in der Handhabung, da jede ausgehende Transaktion bestätigt werden muss
  • Kaufen und Verkaufen muss auf einer anderen Plattform stattfinden, daher hat man zusätzliche Transaktionen, welche Netzwerk-Gebühren verursachen

Wie lautet nun meine Empfehlung?

Nun, meine Empfehlung kommt ein wenig darauf an, was du machen möchtest. Wenn du mit Kryptowährungen starten willst und etwas reinschnuppern willst, dann reicht durchaus ein Online-Wallet. Hier kannst du dich mit der Materie vertraut machen und die Handhabung ist sehr einfach. Willst du tiefer einsteigen, bzw. auch mal den DeFi-Sektor ausprobieren, so solltest du ein Software-Wallet nutzen. Gerade auch, wenn die Beträge die du investieren willst, etwas größer werden, empfiehlt sich die bessere Sicherheit eines Software-Wallet. Investiert du hingegen große Beträge oder willst auf absolute Sicherheit gehen, dann ist meine Empfehlung ganz klar ein Hardware-Wallet.

Wenn du noch Fragen hast zu den einzelnen Wallet Typen, so lass es mich gerne in den Kommentaren wissen. Außerdem würde ich mich freuen, wenn du meine Seite abonnierst, so verpasst du keinen Artikel mehr. Oder aber du schaust auf meinen Social-Media Kanälen (FacebookTwitter) vorbei, dort gibt es auch immer die neuesten Updates.

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